Ausgehend von der Existenz sogenannter bioenenergetischer Wolken als Medium beschreibt er Bio- und Lithosphäre als eine interagierende Einheit, bei der Menschen, Tiere und Pflanzen Zellen eines Holons sind und die quasi als intelligenter Gesamtorganismus wirkt. Mit Hilfe angepaßter Ernährung, metallsalzhaltiger Getränke und einer spezifischen Körperhaltung sollte es möglich sein, entlang bioenergetischer Feldlinien mit den verschiedenen Ebenen und Zellen des Gesamtorganismus in differenzierten Kontakt zu treten bzw. diesen Gesamtorganismus als solchen wahrzunehmen. Im Idealfall treten dann Einzelindividuen, seien es Tiere, Menschen oder Pflanzen, als sogenannte S/E-Holone (Sender / Empfänger), in Erscheinung und können so miteinander als auch mit dem Erdkorpus kommunizieren und dabei sogar chemische und physikalische Komponenten des Planeten wahrnehmen. Ranzenbiehler beließ es jedoch nicht bei der Beschreibung dieser Phänomene, sondern versucht in den Folgejahren fast obsessiv, technische oder allgemein praktische Anwendungsmöglichkeiten seiner Theorien darzustellen oder aber Verhaltensweisen einzufordern, die seinen Vorstellungen entsprachen. 1921 dann gründete er deshalb die "Gesellschaft für Bio-Energetik Ost-Brandenburg" (GBEOB). Dieser Verein, schnell schon im Rufe einer okkulten Versammlung stehend, wurde vor allem von Damen mittleren Alters frequentiert. Mit Hilfe der Mitglieder konnte nun ein verwahrlostes Gartengrundstück in Hönow bei Berlin gepachtet werden, wo dann auch die Zusammenkünfte stattfanden.

Versammlung der Gesellschaft für Bio-Energetik, um 1925
Die Gesellschaft erregte ob ihrer eigentümlichen Angewohnheiten schnell die Aufmerksamkeit der Nachbarn wie auch der örtlichen Polizeibehörden. So war es üblich, daß die Zusammenkünfte der Gesellschaft in halbbekleidetem oder gar unbekleidetem Zustand erfolgten (letzteres verbot dann das Landratsamt zumindest im Freien), solange es das Wetter erlaubte, im Garten des Anwesens. Damit erhoffte man sich der isolierenden oder verfälschenden Wirkung der Kleidung hinsichtlich bioenergetischer Übertragungen zu entledigen. Ranzenbiehler entwickelte zusätzlich zu diesem Zwecke  den sogenannten Transponderstab, eine Art Antenne, bestehend aus einem etwa einen Meter langen S-förmig gebogenem Kupferstab, der mit zwei Lederriemen auf den Rücken zu schnallen war. Die Teilnehmer der Seancen verharrten oft unter Anwendung des Transponderstabs stundenlang in gebückter Haltung oder bewegten sich unter auf- und abschwellenden Geheul auf allen Vieren, was eine parallele Ausrichtung zu den Feldlinien gewährleisten würde.Während Ranzenbiehler von der Stadtrandjugend als "ranziger Emil" verspottet wurde, erfuhr er von seinen Adepten, die ihn ehrfurchtsvoll Meister oder schlicht Doktor nannten, Bewunderung und Anerkennung. Schon bald pflegte er sich als Universalforscher, Erdgelehrter und Doktor der Bioenergetik zu bezeichnen, offensichtlich bekam er bereits Anfang der 20er Jahre eine behördliche Abmahnung wegen nichtgerechtfertigten Tragens akademischer Titel. Die bescheidenen finanziellen Mittel, über die er durch seine wechselnden
Statut der Gesellschaft Emil Ranzenbiehler, etwa 1927
Tätigkeiten und eine kleine Versehrtenrente, sowie eine anteilige Erbschaft verfügte, wurden dann durch die Inflation 1923 zur Gänze aufgezehrt, so daß Ranzenbiehler schließlich in ärmlichsten Verhältnissen zur Untermiete bei einer seiner Anhängerinnen in Berlin-Lichtenberg lebte. Das hinderte ihn aber nicht, eine wachsende Zahl von Berichten, ökonomischen und technischen Vorschlägen, Memoranden und Traktaten zu allen möglichen Gebieten der Geographie, Physik, Geologie, der Heimatkunde und Lokalzoologie, wie auch der Politik und Historiographie zu verfassen, die er auf seine speziellen Forschungen zur Bioenergetik zurückführte. Nicht zuletzt erhoffte er sich wohl durch die Anerkennung der Erfindungen auch eine Verbesserung seiner materiellen Situation. Die detailliert ausgearbeiteten Schriften oder Pläne versendete er dann häufig an Institutionen, Zeitungen oder auch an öffentlich bekannte Personen, welche seiner Ansicht nach hierfür kompetent sein oder seine diesbezüglichen Untersuchungen befördern könnten. Der hierfür an den Tag gelegte Eifer steigerte sich phasenweise zur Besessenheit, ja zu einer krankhaften Manie. In einigen Fällen wurde ihm gerichtlich untersagt, beispielsweise das Reichswehrministerium weiter zu behelligen, welches auf Grund seiner Erfahrungen während seiner Militärdienstzeit im Krieg offensichtlich zu einer bevorzugten Adresse wurde.
Haus der Gesellschaft für Bio-Energetik in Honöw bei Berlin