Als Soldat in den 1960er Jahren
X. Parteitag der SED, Berlin 1981, Schibulinski nimmt als Delegierter der Kreisparteiorganisation teil (siehe Kreuz)
Horst Schibulinski in seinem Parteibüro, Berlin 1987
Allerdings gab es damals schon die weit gediehenen Planungen hinsichtlich eines großen Neubaugebiets auf der grünen Wiese in dem fraglichen Gebiet Hellersdorf-Marzahn. Die zu der Zeit  errichteten Großplattensiedlungen, welche alle baulichen Kapazitäten der DDR banden und damit die totale Vernachlässigung und den Verfall großer Teile der Innenstädte von Ost-Berlin, Leipzig, Dresden, Halle etc. beförderten und bedingten, hatten allerdings auf Grund des gravierenden Wohnungsmangels oberste Priorität. Außerdem befand sich der Weltmarktpreis für Kupfer zu dieser Zeit auf einem recht niedrigen Niveau und die DDR hatte sich zudem langfristig an polnische Lieferungen gebunden. Des weiteren wurde damals auch im Mansfelder Revier noch Kupferschiefer abgebaut, so daß kein eklatanter Bedarf bestand. Möglicherweise erfuhr auch Ronny Schlottmeyer, der zur fraglichen Zeit in einer vergleichbaren Stellung wie Schibulinski in der FDJ-Bezirksleitung Berlin tätig war, in dieser Zeit erstmalig von den beschriebenen Rohstoffvorkommen.
Nach der Wende wurde der Apparat der ehemaligen Staatspartei zwangsläufig radikal verkleinert und Schibulinski selbst entlassen. Er versuchte sich daraufhin in verschiedenen Tätigkeiten, so als Vertreter für Rheumasalbe, Mitarbeiter einer Wach- und Schließgesellschaft, als Mitorganisator einer Erotikmesse in Schwedt/Oder, bzw. als Verteiler von Werbeprospekten. Mitte der 90er Jahre verzog er in die Uckermark und begann sich dort mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft zu beschäftigen. Nachdem er wegen Investitionsbetrug zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, bezog er dann längere Zeit Sozialhilfe und hält heute als Rentner gelegentlich im Rahmen der Nachfolgeorganisation der SED Vorträge über den zutiefst humanistischen Charakter des sogenannten antifaschistischen Schutzwalls und das pazifistische Gedankengut der früheren Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR.