Lage der Vorkommen in Ostdeutschland
Geologischer Schnitt durch die Lagerstätte Hellersdorf
Die Kupferlagerstätte Spremberg / Graustein

Bekanntlich ziehen sich im Zuge der sogenannten Lausitzer Verwerfung Ausläufer eines Buntmetallvorkommens (Erzfelder Graustein-Spremberg) bis unter den Nordosten Berlins hin, dessen wesentlicher Bestandteil aus Kupferschiefer besteht. Daneben gibt es Anteile an Blei, Zinn und Spuren von Edelmetallen, in tieferliegenden Schichten auch Pechblende. Der Grad der Kupferausbeute wird auf 19 bis 25 kg / t geschätzt, bei einem abbaufähigem Gesamtvolumen von ca. 22 Millionen Tonnen Erz. Die geologische Besonderheit besteht hier darin, daß das abbauwürdige Erzband durch eine Vertikalverwerfung in verhältnismäßig geringer Tiefe ansteht,

nämlich lediglich etwa 170 bis 220 Meter tief. Dadurch ist der Abbau in einem offenen Tagebauverfahren technisch und wirtschaftlich möglich. Auf diese Erzvorkommen hatte schon der Heimatforscher und Geologe Emil Ranzenbiehler hingewiesen und sie wurden später auch durch geologische Erkundungsbohrungen in den 1960er Jahren bestätigt. Auf Grund der Preisentwicklung für Metalle auf dem Weltmarkt und der knapper werdenden Ressourcen lohnt sich nun die Erschließung auch aus finanzökonomischen Gründen.